Zum Lieblingsschloss der Kaiserin
Budapest - Gödöllö - Domonyvölgy - Herend

Von Wien aus ist man nach rund zweieinhalb Autobahn-Stunden in Budapest, wo Elisabeth in der Matthias-Kirche zur Königin Ungarns gekrönt wurde – eine Statue Elisabeths erinnert daran. Auch im Burgviertel und in der Oper stößt man auf ihre Spuren. Bei der Elisabeth-Brücke findet man das Elisabeth-Denkmal der in Ungarn bis heute verehrten Wittelsbacherin. Im legendären Café Gerbeaud hat sich die Kaiserin und Königin des Öfteren aufgehalten.

Im feinen „Hotel Sissi“ übernachtet man zentral und nahe der Donau (auf Anfrage auch im so genannten „Sissi- Zimmer“).



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Etwas länger dauert die Fahrt nach Budapest bei einem Abstecher über Herend, die älteste Porzellanmanufaktur Ungarns und die größte der Welt. Auf das "weiße Gold“ dieser Manufaktur ist man schon in der Silberkammer der Hofburg gestoßen, und auch im Sisi-Schloss Gödöllö wird man es wieder treffen – denn Kaiser Franz Joseph war einer der prominentesten Kunden. Beim Gang durch das "Porcelanium“ erfährt man bei einer Filmvorführung und in der Mini-Manufaktur Wissenswertes zur Erfolgsgeschichte des Herender Porzellans.

Schloss Gödöllö, 28 Kilometer östlich von Budapest, war das Krönungsgeschenk der Ungarn an Franz Joseph und Elisabeth. Das hervorragend renovierte "ungarische Versailles“, das größte Barockschloss Ungarns, war das Lieblingsschloss der Königin. Schloss, Schlosspark, Reithalle und Barocktheater (das einzige in Europa mit originaler Kulissentechnik) erinnern an diese Zeit. Die Renovierung wurde mit einem internationalen Preis ausgezeichnet. Eine Ausstellung zeigt neben dem großen Prunksaal königliche Gemächer und die Königin-Elisabeth-Gedenkausstellung. An einer Jagd um das Schloss nahm Lord Spencer, ein Vorfahre Lady Dianas, teil – ein Gemälde im Museum erinnert daran. In der Schlosskapelle wurde Marie Louise Elisabeth von Wallersee, die nach der Tragödie von Mayerling verstoßene Lieblingsnichte der Kaiserin, 1877 im Beisein des Kaiserpaars mit dem Grafen Larisch getraut. Im nahen Elisabeth-Park haben die Bewohner Gödöllös das Elisabeth-Denkmal errichtet (lange, bevor ihr erstes Denkmal in Wien aufgestellt wurde).

Nur fünf Kilometer vom Schloss entfernt erinnert der Lázár-Reitpark in Domonyvölgy mit Reit- und Dressur-Vorführungen sowie Kutschfahrten an die Begeisterung der Kaiserin für den Pferdesport. Diese Tourismusattraktion wird von den Brüdern Lázár geleitet – die beiden sind Weltmeister im Zweispänner-Kutschenfahren.

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